Winter im Kinzigtal. Foto: Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Winter im Kinzigtal. Foto: Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
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Wintertipps fürs Schwarzwälder Kinzigtal

Kamingeschichten, Schneeschuhwanderungen, Weihnachtsmärkte in Fachwerkstädtchen, Familienwochen im Glitzerwald - Winter im Kinzigtal ist eher beschaulich als oben an der Schwarzwald-Hochstraße oder rund um den Feldberg. In den Tälern der 90 Kilometer langen Kinzig und ihren Zuflüssen gibt sich der Schwarzwaldwinter meist moderat

Wintertipps fürs Schwarzwälder Kinzigtal

Geschmückte Tannenbäume in Fachwerkstädtchen, Weihnachtsmärkte allerorten, Chöre und Musikanten zwischen Jahrhunderte alten Schwarzwaldhöfen – Advent im Kinzigtal ist wie ein Querschnitt durch den vorweihnachtlichen Schwarzwald. Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, in der Glasmanufaktur Dorotheenhütte, in der Krippenausstellung in Alpirsbach lebt Schwarzwälder Brauchtum auf, ebenso bei der Waldweihnacht des Schwarzwaldvereins in Wolfach, dem nächtlichen Umgang der Steinacher Klausenbigger oder von Nikolaus und Biggeresel in Haslach. Eine Übersicht mit allen Terminen der Advents- und Weihnachtszeit verschickt Kinzigtal-Tourismus, Klosterstr.1, 77716 Haslach, Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com

Räuber Hotzenplotz als Adventskalender

Petrosilius Zwackelmann, Räuber Hotzenplotz, Alois Dimpflmoser – die Figuren von Otfried Preußler kennt jeder. Aber was haben sie mit Advent zu tun? In Gengenbach im Kinzigtal kann man es sehen: am „größten Adventskalenderhaus der Welt“. Franz Josef Tripp hat den Kinderbuchhelden ihre unvergessliche Gestalt gegeben. Sein Sohn Jan Peter Tripp hat 23 Federzeichnungen für die Fenster des klassizistischen Rathauses in Gengenbach koloriert und ein 24. selbst gestaltet. Vom 30. November an wird jeden Tag um 18 Uhr ein Fenster geöffnet. Das Adventskalenderhaus ist zugleich die stimmungsvolle Kulisse für den Adventsmarkt im mittelalterlichen Schwarzwälder Fachwerkstädtchen. Es ist bis zum 6. Januar zu sehen. Eine zweitägige Pauschale dazu gibt es ab 125 Euro. Infos: Tel. 07803 930143, www.gengenbachkult.de

Schauerlich schöne Nikolausbräuche im Kinzigtal

In den rauen Nächten rund um Nikolaus am 6. Dezember ziehen im Schwarzwälder Kinzigtal „Klausebigger“, „Bück“- oder „Biggeresel“ mit dem Hl. Nikolaus von Haus zu Haus. Die übermannsgroßen und Furcht einflößenden Gestalten mit Tierfratze sind das Gegenstück zum gütigen St. Nikolaus. Sie brummeln und rasseln und quieken und erschrecken zusammen mit dem „Pelzmärtel“ oder dem „Rupelz“, beides finstere Gestalten in Pelzen, Kinder und harmlose Gemüter. Aber mit einem Gedicht oder Flötenspiel lassen sie sich meist besänftigen. Der Nikolaus öffnet dann den Sack mit Süßem für die „Braven“, mahnt zu mehr Gehorsam oder Eifer. Besonders lebendig ist der Brauch in Haslach (Tel. 07832 706170), im benachbarten Steinach (Tel. 07832 919813) und in Zell (Tel. 07835 636947). Mehr Infos unter www.kinzigtal.com

Schneeschuhwandern rund um den Brandenkopf

Am 945 Meter hohen Brandenkopf im mittleren Schwarzwald sind drei Rundkurse für Schneeschuhwanderer ausgewiesen. Bei Längen zwischen 2,4 und 8,4 Kilometern und Anstiegen zwischen 93 und 305 Metern sind sie nicht wirklich anstrengend. Schneeschuhe können bei der Touristinfo ausgeliehen werden. Vom höchsten Gipfel des mittleren Schwarzwaldes mit seinem Aussichtsturm bieten sich herrliche Weitblicke über das Schwarzwälder Kinzigtal bis in die Vogesen im Westen oder die Schweizer Alpen im Süden. Den Flyer „Wintererlebnis Brandenkopf“ gibt es bei der Tourist-Information, Tel. 07837 277, www.oberharmersbach.net

Familienwochen im Glitzerwald

Rund um Schramberg an der Schiltach steigt die Ferienlandschaft des Schwarzwälder Kinzigtals bis auf 943 Meter an. In dieser Höhenlage bietet der Schramberger Stadtteil Tennenbronn mit seinen Schwarzwaldhöfen auf weiten Hochflächen gute Bedingungen für einen gemütlichen Winterurlaub. Schneeballschlachten, Rodeln, Langlauf verspricht die „Familienwoche im Glitzerwald“: Für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern bis 14 Jahre ist sie im Januar 2012 mit sieben Übernachtungen und einigen Extras zusammen für 549 Euro zu buchen. Infos unter Tel. 07422 29346, www.schramberg.de

Pietistisches Erbe: der Silvesterzug von Schiltach

Seit über 175 Jahren hat sich in Schiltach im Schwarzwälder Kinzigtal ein pietistischer Silvesterbrauch erhalten: Am letzten Tag des Jahres ziehen Schiltacher mit Laternen um 20.30 Uhr vom Marktplatz zum Pfarrhaus und nach der Ansprache des Pfarrers wieder zurück. Beim Gang durch die schmalen Straßen zwischen den romantischen Fachwerk- und Renaissance-Giebeln singen sie religiöse Dankeslieder. Erst nach der Ansprache des Bürgermeisters und dem traditionellen Ruf des Nachtwächters wird die Straßen- und Schaufensterbeleuchtung wieder eingeschaltet. Mehr Infos zum Schiltacher Silvesterzug unter Tel. 07836 5850, www.schiltach.de

Kamingeschichten in der Wanderhütte lauschen

Man sitzt am Kaminofen, knackt Nüsse, isst Bratäpfel und lauscht den Mundart-Geschichten des Ortsvorstehers. Zur Stärkung gibt es eine Bauernhof-Käseplatte und ein Viertele Wein – und geschlafen wird im Mehrbettzimmer. Das urig-romantische Schwarzwalderlebnis am Schlossberg in Welschensteinach (www.schwarzwald-buehrer.de) ist ein winterliches Highlight für Gruppen von sechs bis 23 Personen. Es gibt Drei-, Vier- und Sechsbettzimmer sowie für Frauen und Männer getrennte Bäder. Mit einer Übernachtung und Frühstück kostet das Arrangement „Winterliche Kaminromantik“ pro Person 39 Euro. Infos unter Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com