Da Bach na - den Bach hinunter fahren die Narren in Schramberg
"Da Bach na" - den Bach hinunter fahren die Narren in Schramberg
Hexensprung in Gengenbach
Hexensprung in Gengenbach
Wolfacher Hansele
Wolfacher Hansele
Hörnteufel aus Hornberg
Hörnteufel aus Hornberg
Hexe und Spättlenarro in Gengenbach
Hexe und Spättlenarro in Gengenbach
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„Schnurre und schnaige“ im Kinzigtal

Entlang der Kinzig lässt sich im Schwarzwald die schwäbisch-alemannische Fasnet besonders intensiv und hautnah erfahren. Die Kinzig ist der einzige Fluss, der den Schwarzwald in seiner ganzen Breite durchquert.

Über die Straßen spannen sich seit Wochen farbenfrohe „Fasentbändel“ oder bunte Stoffwimpel. In den Wirtshäusern „schnurren und schnaigen“ Hexen, Hansele und andere Narren: Die „Hästräger“ lesen den Gästen die Leviten und „schnaigen“ dabei vom Teller oder Glas.

Die schwäbisch-alemannische Fasnet folgt ganz anderen Regeln als die meisten Fastnachtsbräuche in Deutschland. In den 23 Städtchen und Dörfern im Kinzigtal beginnt die hohe Zeit der „Fasent“ am „Schmutzige Dunnschtig“.

Quer durch den Schwarzwald lässt sich so zwischen Fastnachtsdonnerstag (3. März) und Aschermittwoch (9. März) die schwäbisch-alemannische Fasnet intensiv erleben. Ein Faltblatt mit den Terminen von mehr als 80 Umzügen und Festen der „Schwarzwälder Fasnacht 2011“ gibt es bei Kinzigtal Tourismus, Klosterstr.1, 77716 Haslach, Tel. 07832 706-172, www.kinzigtal.com

Einige Tipps zu den Höhepunkten der Fasent

Die Umzüge mit den bunt verkleideten Narren unter fröhlichen oder schrecklichen Holzmasken sind meist am Sonntag. In Zell am Harmersbach entsteigen unter Glockengeläut um 14 Uhr Hunderte von „Bändele“-, „Schneckehüsli“-, „Spielkarten“-und „Welschkorn“-Narros dem „Narrengrab“ und ziehen durch die Stadt. Einen Eindruck von der Farbenfreude ihrer „Häs“ vermittelt die Internetseite www.zell.de

In Gengenbach führt der „Schalk“ um 14 Uhr den bunten Zug der Spättlehansele, Klepperlesbube, Hexen, Rotzlöffel, Strohhansel, Bergwalddeifel und Lumbehunde an. „Narri-Narro“ ist der Narrenruf und so heißt auch ein närrisches Pauschal-Angebot in der Fachwerkstadt vom 2. bis 7. März. Fünf Übernachtungen mit Frühstück in einer Pension gibt es für 199,99 €. Infos unter www.gengenbach.info.

In Nordrach, Fischerbach, Oberharmersbach, Schenkenzell, Schramberg und Wolfach sind die närrischen Umzüge am Montag. Der „Fasnetsmendig“ beginnt in Wolfach um 5.30 Uhr mit dem „Wohlauf“-Umzug. In Nachthemden und Schlafhauben begleiten Hunderte den „Wohlauf“-Sänger durch die Stadt. Er weckt „den Narro wie den Gscheiten“ und wünscht „e guete Tag“. Die ganze Stadt ist dunkel, auch Filmleuchten und Fotoblitze sind nicht erwünscht. Nach dem Umzug um 14 Uhr wird hier ein Narrenspiel aufgeführt. Infos unter www.wolfach.de

75. „Da Bach na Fahrt“ in Schramberg

Eine ganz besondere Gaudi und einer der Höhepunkte der Schwarzwälder Fasnet ist seit 75 Jahren die „Da-Bach-Na-Fahrt“ am Fasnachtsmontag in Schramberg.

Den Auftakt machen um 13 Uhr närrische Guggenmusiker. Auf Reifen und Schläuchen rutschen sie als erste „da Bach na“ und stimmen mit ihren schrägen Tönen die gut 30.000 Zuschauer ein.

Hinter ihnen rutschen, trudeln und schippern verkleidete Männer und Frauen in 40 abenteuerlich umgebauten Holzzubern die Schiltach hinunter. Da die wenigsten Teams dabei trocken ins Ziel kommen, gibt’s neben den Preisen für die drei abenteuerlichsten Gefährte natürlich einen „Batsch Nass Orden“.

Eine fünftägige Pauschale zu dem Ereignis ist in der Ferienwohnung ab 119 Euro, im Hotel ab 228 Euro zu buchen. Infos unter www.schramberg.de und unter www.bach-na-fahrt.de