Trachten, Tänze, Traditionen im Vogtsbauernhof
Trachten, Tänze, Traditionen im Vogtsbauernhof
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Kulturtipss für laue Sommerabende im Schwarzwälder Kinzigtal

Das Kinzigtal quert den Schwarzwald in seiner ganzen Breite von Ost nach West. Seine Städtchen sind deshalb ein beliebtes Ausflugsziel für kulturinteressierte Schwarzwaldurlauber. Von Burgfestspielen bis Klosterkonzerten wird Ihnen einiges geboten. Tipps und Termine bei Kinzigtal Tourismus, Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com

Rote Fäden, Liebeslieder, Wortgewalt beim Hausacher LeseLenz

Der Hausacher LeseLenz bekommt in diesem Jahr eine neue Dimension: Kreuz und quer über den an sich leeren Klosterplatz spannen sich vom 17. bis 25. Juni die roten Fäden des Künstlerduos „Das Archiv“ aus Zürich. „Wir visualisieren das Charakterische der Räume“ versprechen Sabina Kaeser und Thomas J. Hauk. Den diesjährigen 16. Hausacher LeseLenz hat Kurator José F. A. Oliver unter das Motto „w:andersprachen – biographisches, geographisches“ gestellt. Neben verschiedenen Lesungen bekannter und noch nicht so bekannter Dichter an verschiedenen Orten gibt es eingedeutschte Liebeslieder aus aller Welt von Wolf und Pamela Biermann. Weiterer Höhepunkt neben den roten Fäden ist die Ausstellung „Der Pirat und der Apotheker“ mit, muntig bunten holzschnittartigen Illustrationen des Berliner Henning Wagenbreth nach der Erzählung „Der Pirat und der Apotheker“ von Robert Louis Stevenson. Eine ausführliche Übersicht der fast 15 Programmpunkte, Künstler und Veranstaltungsorte in Hausach im Kinzigtal gibt es unter www.leselenz.de

Blechmafia im Kloster

Der faszinierende Klangraum des gotischen Kreuzganges im Kloster Alpirsbach wird am 29. Juni von der Blechmafia aus Nürnberg mit Trompeten, Posaunen, Horn und Tuba ausgefüllt. Im Rahmen der „Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte“ folgen am 13. Juli die Schlesischen Kammersolisten, am 27. Juli die Capella Vivace Rottweil und zum Abschluss am 3. August die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg. Die Konzerte am Samstagabend beginnen um 20.30 Uhr, die Karten kosten zwischen 15 und 26 Euro. Einen Kurzurlaub mit zwei Übernachtungen, Halbpension und Eintritt in ein Konzert kann man für 141 Euro im Einzelzimmer buchen bei der Stadt-Information Alpirsbach, Tel. 07444 9516281, www.alpirsbach.de

Pippi Langstrumpf macht auch in Hornberg was ihr gefällt

Eine der schönsten Freilichtbühnen in der Ferienregion Schwarzwald liegt unterhalb der Burgruine Hornberg im Kinzigtal. Wo 1564 die Bürger ihr Pulver für die Salutschüsse lange vor dem Eintreffen des Landesherren verschossen hatten, trumpft in diesem Jahr Pippi Langstrumpf auf. Die freche Göre aus den Büchern von Astrid Lindgren macht ab dem 22. Juni in zehn Vorstellungen „was ihr gefällt“. Flankiert wird sie bei den diesjährigen Freilichtspielen (22. Juni bis 30. August) von jeweils sechs Aufführungen des „Hornberger Schießens“ und des Hitchcock-Krimis „Die 39. Stufen“. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 bis 10 Euro, für Kinder von 6 bis 14 Jahre 6 bis 9 Euro. Den Spielplan verschickt die Tourist-Info Hornberg, Tel. 07833 79322, www.freilichtbuehne-hornberg.de

Zum Trachtentanz in den Vogtsbauernhof

Im Schwarzwald werden noch heute mehr als 100 Trachten getragen. Wer sie sehen will, besucht das Kapuzinerkloster in Haslach. Oder er kommt am 7. Juli zum Trachtentanz ins Freilichtmuseum Gutach in der Ferienregion Kinzigtal. Der Sonntag steht ganz im Zeichen von „Trachten, Tänzen und Traditionen“. Schäppelmacherinnen, Schneiderinnen, Goller- und Silberstickerinnen lassen sich beim Herstellen der Tracht zusehen. Trachtengruppen aus der Region laden zum Mittanzen ein, zwei Bäuerinnen palavern über das nicht immer harmonische Dorfleben vergangener Zeiten und wer möchte, schnitzt sich ein Bollenhutmädchen. Infos zum Trachtentag: Tel. 07831 93560, www.vogtsbauernhof.org.

Kinzigtäler Kraftort: der „Heilige Brunnen“ in Haslach

Links und rechts des Oberrheins ziehen fast 50 „mythische Orte“ ihre Besucher in Bann. Um Wallfahrtskapellen, Einsiedeleien, Klöster und Quellen ranken sich Legenden und Mythen. Einem der „Kraftorte“ widmet Haslach die Sonderausstellung „Mythische Orte am Oberrhein“. Im Zentrum steht der „Heilige Brunnen“ im „Urenwald“ über der Kinzigtalstadt. Er entspringt dort, wo im 17. Jahrhundert der gottesfürchtige Hirtenjunge Rudolfus ermordet worden sein soll. Der Brunnenbildstock wurde zum Wallfahrtsziel für Kinder, die sich Geschwister wünschen. Sie steckten kleine Kreuze aus Tannenholz in den Boden, die heute in der Rudolfuskapelle zu sehen sind. Der Ort ist noch heute Ziel von Gläubigen. Die Sonderausstellung im Alten Kapuzinerkloster präsentiert mehr als 20 „mythische“ Orte. Sie ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, der Eintritt kostet 2 Euro. Infos zur Ausstellung unter Tel.: 07832 706172, www.kinzigtal.com

Wie aus Katharina Deusel eine Hexe wurde

Es war eine schwere Zeit für die Kinzigtäler: Die kleine Eiszeit brachte Missernten und Hunger, durch den Schwarzwald zogen plündernde Heere, Ende Mai erfroren die Blätter an den Bäumen, Angst und Aberglaube machten sich breit. 1599 wurde die junge Ehefrau des Tuchhändlers Martin Deusel aus Hausach der Hexerei bezichtigt, hingerichtet und verbrannt. Daraus hat Theatermacher Jürgen Clever ein Historiendrama entwickelt, das bei den diesjährigen „Burgfestspielen“ von 35 Hausacher Laiendarstellern uraufgeführt wird. In 20 kleinen Szenen an wechselnden Orten führen sie in der Burgruine über der Kinzig die schaurig-schöne Geschichte „Die Hexe von Hausach“ auf. Musik und Lichteffekte setzen stimmungsvolle Akzente für die bis zu 200 Zuschauer. Premiere ist am 12. Juli, bis 21. Juli folgen sechs weitere dreistündige Aufführungen. Erwachsene zahlen 8 bis 12 Euro Eintritt, Jugendliche zwei Euro weniger. Infos zum Programm unter Tel. 07831 7975, www.burgfestspiele-hausach.de