Szenenbild Jostäler Freilichtspiele
Szenenbild Jostäler Freilichtspiele
Projekt D Tourismus › Newsroom

Jostäler Freilichtspiele: „Der Untergang von Guta“

Die Sage mag keinen realen Hintergrund haben. Den „Untergang von Guta“ im Titisee inszenieren über 100 Laienspieler jedoch mit so viel augenzwinkernden Gegenwartsbezügen, dass die „Jostäler Freilichtspiele“ im Juli/August ein guter Grund für einen Trip in den Hochschwarzwald sind.

Jubiläum 900 Jahre Titisee

Vor 900 Jahren wurde der Titisee erstmals urkundlich erwähnt. Der größte Natursee des Schwarzwaldes entstand in der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren. Er ist Namensgeber des bekanntesten Ortes im Hochschwarzwald.

Zum 900-jährigen Jubiläum greifen nun die Jostäler Freilichtspiele mit ihrem Schauspiel „Der Untergang von Guta“ nun die Sagen um die Entstehung des 845 Meter hoch gelegenen Titisees auf.

Guta war danach eine Stadt, deren Bürger durch Reichtum und Macht ziemlich verdorben waren. Auf ihrem Markt wurde alles angeboten, was sich verwöhnte und unersättliche Menschen nur vorstellen konnten. Selbst auf die Natur und ihre Geheimnisse nahmen sie keine Rücksicht. Um den Profit zu steigern, wollten sie sogar ein Moor trocken legen und einen alten Eichenwald fällen. Alle Warnungen der Natur- und Elementargeister schlug die Bevölkerung in den Wind. Lediglich ein Liebespaar und ein Narr respektierten die Zeichen. Ihnen gelingt es, sich und die Kinder zu retten, bevor der riesige See die Stadt verschluckt.

Mehr als 100 Laiendarsteller setzen zum Jubiläum das Drama mit ironischen Anspielungen auf die Jetztzeit in Szene. Seit 1987 inszeniert die Chorgemeinschaft MGV Titisee/Eckbach-Jostal mit ihren „Jostäler Freilichtspielen“ historische Ereignisse und Sagen aus dem Hochschwarzwald.

Eigentlich ist in den 900 Jahre alten Urkunden der See erwähnt. Der Ort Titisee entstand erst 1927 aus den Gemeinden des Jostals und dreier anderer Täler. Der Spielfreude tut es jedoch keinen Abbruch. Außerdem geht es ja um Guta. Und vielleicht gab es Guta wirklich.

Sommerspektakel an der Öhlermühle in Jostal-Schildwende

Ganze Familien aus den vier Tälern Titisees spielen mit, Alteingesessene und Zugereiste mimen Baum- und Erdgeister, Waldwiibli und Urseehexe, Bürgermeister und Stadträte, Holzknechte und Marktbesucher.

„Der Untergang von Guta“ wird in der zweiten Juli- und ersten Augusthälfte jeweils samstags und sonntags ab 20 Uhr an der Öhlermühle in Jostal-Schildwende aufgeführt.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 16 Euro, für Jugendliche bis 16 Jahre 9 Euro. Karten gibt es bei allen Tourist-Infos im Hochschwarzwald und unter Tel. 07651 1206-8080.

Einen Flyer mit der Anfahrtsbeschreibung zum Spielort gibt es bei www.jostaeler-freilichtspiele.de und bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, Freiburger Str. 1, 79856 Hinterzarten, Tel. 07652 1206-0, www.hochschwarzwald.de.